„Versiegelte Zeit: Über den Stillstand in der islamischen Welt“
Dass die wurzeln des heutigen Rückstands in der arabischen Welt historisch sind, will auch der unter andrem in Leipzig lehrende Historiker Dan Diner erkannt haben.
Er vertritt jedoch eine Antithese zu Arslan. In seinem Buch mit dem Titel „Versiegelte Zeit: Über den Stillstand in der islamischen Welt“ geht der Auto der Frage nach, warum die Muslime im Vergleich zum Westen, aber auch zu anderen Kulturen wie der fernöstlichen Ländern oder Lateinamerika zurückgeblieben sind. Diners These für den Stillstand in der islamischen Welt ist in erster Linie die fehlende Säkularisierung. Die Allgegenwart des Sakralen in der islamischen Welt im Allgemeinen und in der arabischen Region im Besonderen sieht der Autor als eine Art Entwicklungsblockade.
Die Sakralität der arabischen Sprache, die Sprache des heiligen Schrift des Islams und seine Unantastbarkeit stellte eine Barriere für die Entwicklung und Verbreitung des Wissens dar, so der Autor. Als Beispiel wird der Buchdruck , welcher in der islamischen Welt erst dreihundert Jahren später sich etablieren dürfen, dar.

Hinterlasse einen Kommentar