Die Wirtschaft- und Politikwissenschaftler Daron Acemoglu und James A. Robinson schreiben in ihrem Sachbuch mit dem Titel „Warum Nationen scheitern“ über den Erfolg und Scheitern von Nationen.
Die Autoren gehen der Fragen nach, warum manche Staaten arm sind und andere reich. Warum z.B. Ägypten viel ärmer ist als die USA? Wie lassen sich die unterschiedlichen Wohlstandsniveaus von Staaten erklären? Was hindert die Entwicklungsländer wohlhabender zu werden? Ist es eine Frage der Geografie wie beispielsweise die klimatische Bedingung, Zugang zum Meer und Bodenschätzen. Oder sind es eher kulturelle und religiöse Faktoren, die eine Rolle für die allgemeine Entwicklung spielen?
Die Autoren sehen die Ursachen des Erfolgs oder des Misserfolgs von Nationen vielmehr in den unterschiedlichen politischen Institutionen und weniger in der o. g. bereits existierenden Theorien. Dabei wird eine Unterscheidung zwischen „inklusiven“ und „extraktiven“ politischen und wirtschaftlichen Institutionen eines Staates gemacht. Inklusive Institutionen sind demnach wohlstandsfördernd, auf demokratische Prinzipien (demokratische Wahlen, Meinungsfreiheit, Eigentumsrechte, Gleichheit, funktionierende Justiz …) und Wettbewerbsfreiheit basierend und bieten somit Anreize für Innovationen und Leistungswilligkeit des Individuums. Das Wirtschaftswachstum wird davon angetrieben und stellt den Schlüssel für die Nachhaltigkeit dar.
Die Extraktiven Institutionen stellen hingegen das Gegenteil dar und sind von politischen Machtmissbrauch der Herrschenden, Korruption, soziale Ungleichheit, Kontrolle und Ausbeutung der Ressourcen geprägt. Die Macht lege in Händen einer kleinen elitären Gruppe. Dies behindere die freie wirtschaftliche und politische Entfaltung einer Gesellschaft.
Die zentrale These der Autoren besteht somit darin, dass die Institutionen einer Nation über ihren politischen und wirtschaftlichen Fortschritt entscheiden.

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